An den Verfasser der L I C H T K R E I S E Herrn Dr. E. Bamberger
Mit großem Interesse habe ich Ihr Buch gelesen und bewundere die enorme Sachkenntnis in den Religionen aller Kontinente, sowie der christlichen Bibel. Erschütternd auch Ihre Ausführungen über den heutigen Zustand der Christenheit. Das erschreckende Ausmaß des Unglaubens ist vielen zuwenig bekannt. Endlich legt jemand den Finger auf die Wunden des „Christlichen Abendlandes“.
Ich wünsche Ihren LICHTKREISEN eine große Leserschaft!
Dieses Buch hätte eine größere Präsentation verdient. Der Autor legt in einer Form und Weise, wie ich sie in den letzten Jahren ganz selten erlebt habe, eine persönliche, aber deshalb nicht weniger wissenschaftliche Auseinandersetzung vor. Er konfrontiert die Erkenntnisse der Wissenschaften, insbesondere der Evolutionstheorie und der Neurobiologie mit den alten Erkenntnissen und Grundlagen des christlichen Glaubens, wie er ihn versteht.
Immer wieder kommt er darauf zurück, dass der Mensch in der jüdisch-christlichen Tradition gesehen und gedacht ist als ein Ebenbild Gottes. Er formuliert ein tiefes, ja geradezu mystisches Verständnis von der Tatsache, dass im Gottessohn Jesus Christus Gott Mensch geworden ist, indem er eine Auslegung des Weihnachtsgeschehens liefert, die auch Menschen zu erreichen in der Lage ist, die sonst vielleicht für religiöse Gedanken und Gefühle weniger offen sind. Daraus schöpft er seine Hoffnung, die er weitertragen möchte. Denn obwohl zu Beginn des dritten Jahrtausends die Katastrophen- und Untergangsszenarien hohe Konjunktur haben, so sagt Bamberger, kann der Mensch doch im Bewusstsein seiner Gotteskindschaft und Gottebenbildlichkeit getrost in eine Zukunft blicken, die „licht“ ist. Was ihn wohltuend von anderen Veröffentlichungen unterscheidet, ist, dass Eckehard Bamberger dabei nicht die Existenz und die Analyse der „dunklen“ Realität verleugnet, sondern sie sozusagen „integriert“.
Deshalb ist diese auch für christliche Theologen eine Fundgrube und Schatzkiste von Erkenntnis und Anregungen.
Das vorrangige Ziel des Autors mit akademischer Ausbildung an der Universität Innsbruck ist es, uns nachhaltig daran zu erinnern, dass der Ursprung des Menschen in seiner göttlichen Natur liegt; dies ist Eckehard Bamberger und seinem Editionsteam mit diesem spannenden und vielschichtigen Werk überzeugend gelungen.
An den Kern unseres vom Göttlichen beseelten Wesens zu gelangen und mit diesem eine bewusste, dauerhafte, persönliche und glückhafte Verbindung einzugehen, ist eines der zentralen Anliegen des Christentums.
Der atheistische und materialistische Zeitgeist, die Überzeugungskraft der modernen Wissenschaften, die offensichtlichen Disharmonien gegenwärtiger Sozial-, Wirtschafts- und Regierungssysteme, aber auch die Missstände in der Institution Kirche stehen diesen Empfehlungen provokant gegenüber.
Christliche Religiosität bedeutet, sich im Bewusstsein der menschlichen Unvollkommenheit mit dem göttlichen Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist in eine persönliche Beziehung einzulassen. Die Menschen sind aufgefordert, in der Rückverbindung mit ihrem göttlichen Ursprung ("Religion") den Intellekt, die Gefühle, Worte und Handlungen durch das transzendentale Filter ihrer Seele, der Brücke zwischen Gott und den Menschen, hindurchzuschicken. Gott selbst hat sich in der Menschwerdung durch Jesus darauf eingelassen, uns immer wieder Mut zu machen, die Partnerschaft mit unserer spirituellen Dimension zu leben und uns der wahren Bestimmung unseres Menschseins im Lichte des Evangeliums bewusst zu werden.
Irgendetwas muss schief laufen, wenn laut Umfragen ein Drittel der Katholiken in Deutschland, die regelmäßig am Sonntagsgottesdienst teilnehmen und den "Leib des Herrn" empfangen, an eine Reinkarnation im Sinne der buddhistischen Lehre glauben. Irgendetwas muss schief laufen, meint deshalb der Autor, wenn beinahe die Hälfte der Christen – Katholiken und Protestanten – in Europa weder an die Auferstehung von Jesus noch an ihre eigene glauben. Dieser Notstand, in dem sich christliche Spiritualität heute befindet, treibt ihn an, nach Ursachen und Erklärungen zu suchen. Und so kommt der Autor zu einer bisher kaum angedachten Auffassung von Religiosität, die er als eine Sache von Begabung ansieht und in dieselbe Reihe stellt wie Mathematik, Technik, Musik und viele andere Spezialbegabungen. Ein höchst interessanter, wenn auch ungewöhnlicher Ansatz, der die Wurzeln des Unglaubens unserer Zeit schlüssig und überzeugend bloßlegt. Im Übrigen wird das Buch seinem Zusatztitel "Provokationen christlichen Denkens" auch in seinen anderen Teilen voll gerecht. Themen wie 'Supermacht Gott', 'Was hält die Neurobiologie von der Seele' oder das 'Alte Testament und der christliche Glaube' werfen Fragen auf, die nachdenklich machen aber auch zu neuen Sichtweisen der Begegnung von Mensch und Gott führen können. Zum anderen möchte es allzu selbstzufriedene Christen in Unruhe versetzen und anregen, ihr spirituelles Leben einmal unter die Lupe zu nehmen, um zu prüfen, ob sie mit der Lehre Jesu Christi überhaupt noch im Einklang stehen. Unverzichtbar für katholische und evangelische Christen, die in das Mysterium des christlichen Glaubens tiefer eindringen wollen.
Endlich hat sich ein Autor gefunden, der für seine Analyse der prekären Situation des katholischen Glaubens in Europa nicht die unmöglichsten Klimmzüge anstellt, bereits irreversible Zustände schönzureden wie da sind: dahinschmelzende Besucherzahlen der Sonntags- und Feiertagsgottesdienste, Kirchenaustritte, Abmeldungen vom Religionsunterricht en masse, Interesselosigkeit am Sakramentenempfang (Erstkommunion, Firmung) und so fort. Ein ungewöhnliches Orientierungsbuch obendrein, wenn es darum geht, die Wurzeln von Religiosität, das Wesen der Seele oder die persönliche Gottesbeziehung näher und vielleicht einmal auf ganz andere Art zu betrachten. Ein Muntermacher, wie er in der christlichen Literatur normalerweise nicht anzutreffen ist.
Das aktuelle Buch:
Eckehard Bambergers LICHTKREISE
Verfallen ist man seiner spannenden Wahrheit und was er schreibt, brennt j e d e m unter den Nägeln!